Учебное пособие по практической грамматике немецкого языка для студентов III курса Лингвистического института



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N. Borgardt, N. Efremova

DIE WELT DES KONJUNKTIVS





BARNAUL - 2012

Печатается по решению НМС университета




Авторы: Н.К. Боргардт, Н.В. Ефремова


Настоящее пособие по практической грамматике немецкого языка предназначается для студентов III курса факультетов иностранных языков отделений «немецкий и английский языки», для студентов педагогических колледжей (специальность: учитель начальной школы с преподаванием немецкого языка как родного).

Оно может быть также рекомендовано для учителей немецкого языка в национальных (немецких) школах, лицеях, гимназиях с углубленным курсом преподавания немецкого языка, а также для студентов факультетов высших учебных заведений, изучающих немецкий язык как вторую специальность (на завершающем этапе обучения).

Пособие включает краткое изложение теоретических положений и систему практических упражнений, формирующих навыки владения одной из самых сложных тем грамматики немецкого языка – модальность предложения и наклонения, а также употребление сослагательного наклонения в немецкоязычной речи.


Рецензент: И.П.Савицкий, профессор


 Боргардт Н.К., Ефремова Н.В., 2012

Министерство образования и науки Российской Федерации


ГОУ ВПО «АЛТАЙСКАЯ ГОСУДАРСТВЕННАЯ ПЕДАГОГИЧЕСКАЯ АКАДЕМИЯ»

ЛИНГВИСТИЧЕСКИЙ ИНСТИТУТ

«МИР СОСЛАГАТЕЛЬНОГО НАКЛОНЕНИЯ»
Учебное пособие

по практической грамматике немецкого языка



для студентов III курса Лингвистического института

Издание 2-е, исправленное и дополненное



Барнаул 2012


DIE SATZMODALITÄT UND DIE MODI

Unter der Satzmodalität versteht man die Einschätzung der Realität einer Aussage vom Standpunkt des Sprechenden aus.

Das bedeutet, dass eine Aussage vom Standpunkt des Sprechers aus als wirklich(real), unwirklich(nicht real), sicher, möglich, unmöglich, erwünscht, befohlen u. a. eingeschätzt werden kann. Demnach unterscheidet man drei Arten der Satzmodalität: die reale, die imperative und die potentiell-irreale Modalität. Um die mannigfaltigen modalen Bedeutungen auszudrücken, verwendet der Sprecher verschiedene sprachliche Mittel:


  1. grammatische: morphologische (Modi- und Zeitformen des Verbs) und syntaktische (Konjunktionen, Satzkonstruktionen usw.);

  2. lexikalisch-grammatische: die Modalverben, das Verb „lassen“,
    die verbalen Konstruktionen „sein + zu + Infinitiv“, „haben + zu +
    Infinitiv", „scheinen + zu + Infinitiv", die eine bestimmte modale
    Bedeutung haben;

  3. lexikalische: die Modalwörter (sicher, bestimmt, natürlich, gewiss
    u. a.) und die modal gefärbten Wortverbindungen (ohne Zweifel, in
    der Tat u. ä.)

  4. intonatorische: die Betonung und die Satzmelodie.

Als das wichtigste Mittel zum Ausdruck der Satzmodalität treten im Deutschen drei Modi auf: der Indikativ, der Imperativ und der Konjunktiv. Der Modus (lat. modus = Art und Weise) ist eine bestimmte grammatische Form des Verbs zur Charakterisierung der Aussage hinsichtlich ihrer Realität/Irrealität. Darum nennt man die Modi auch Aussageweisen. Der Indikativ (lat. indicare = hinwesen, zeigen) charakterisiert die Aussage als eine reale in positiver oder negativer Form, in der Gegenwart, Vergangenheit oder Zukunft, im Aktiv oder im Passiv. (Es schneite - Es schneit nicht mehr. Wir werden drei Fremdsprachen studieren. Alle Prüfungen werden rechtzeitig abgelegt. )

Der Imperativ (lat. imperare = befehlen) bringt verschiedene Schattierungen der Aufforderung zum Ausdruck (milde Bitte: Kommen Sie bitte mit!; Anordnung: Nehmen Sie Platz und erzählen Sie!; Befehl: Seid aufmerksamer!; Kommando, strenger Befehl: Rührt euch nicht! Nehmt euch zusammen! Fass dich!).

Der Konjunktiv (lat. conjunctivus = abhängig, hypothetisch) charakterisiert die Aussage als eine unwirkliche im weitesten Sinne und bringt zum Ausdruck: eine Aufforderung (Er komme unverzögert! ), einen irrealen Wunsch (Hätte ich doch besser aufgepasst!), fremde Rede (Man sagt, er sei an der Front gefallen), das Nichtstattgefundene (Fast wäre der Kleine ins Wasser gefallen. Damals hätte man ihm noch helfen können - jetzt aber nicht mehr u. a.).

DER KONJUNKTIV. BILDUNG DER ZEITFORMEN

Das Zeitformensystem des Konjunktivs hat zahlenmäßig dieselben Zeitformen wie das Indikativsystem, außerdem noch zwei zusätzliche Zeitformen: den Konditionalis l und den Konditionalis 2. Bildung, Bedeutung und Gebrauch der Zeitformen des Konjunktivs sind doch anders. Merken Sie sich bitte die wichtigsten Anhaltspunkte für die richtige Bildung der Konjunktivformen der Verben verschiedener morphologischer Klassen.



Präsens Konjunktiv.

Alle morphologischen Klassen der deutschen Verben bilden das Präsens Konjunktiv gleich: a) vom Infinitivstamm; b) mit dem Konjunktivsuffix -e-; c) der Wurzelvokal bleibt unverändert; d) in der 1. und 3. Person Sg erhalten die Verben keine Personalendung.

Sg Pl

ich nehm-e- fahr-e- lauf-e- wir nehmen fahren laufen

du nehm-e-st fahr-e-st lauf-e-st ihr nehm-e-t fahr-e-t lauf-e-t

er nehm-e- fahr-e lauf-e- sie nehmen fahren laufen

Die unregelmäßigen Verben bilden das Präsens K. regelmäßig(siehe oben), nur das Verb „sein" hat in der 1. und 3. Person Sg kein Konjunktivsuffix -e- und in der 2. Person Sg ist dieses Suffix fakultativ.

Sg Pl

ich sei habe werde wir sei-e-n haben werden

du sei-(e)-st hab-e-st werd-e-st ihr sei-e-t hab-e-t werd-e-t

er sei hab-e werd-e sie sei-e-n haben werden

Die Präterito-Präsentia bilden das Präsens K. regelmäßig:

Sg

ich solle wolle könne dürfe möge müsse wisse

du sollest wollest könnest dürfest mögest müssest wissest

er solle wolle könne dürfe möge müsse wisse



Pl

wir sollen wollen können dürfen mögen müssen wissen

ihr sollet wollet könnet dürfet möget müsset wisset

sie sollen wollen können dürfen mögen müssen wissen



Anmerkung 1. Das Präsens K. wird vorwiegend im Nebensatz gebraucht. Vgl. Der Fahrer erzählt, er habe sein Auto lieber als seine Frau. Er hege und pflege es. Beim Fahren sei er stets sehr konzentriert und beachte streng die Verkehrsregeln. Niemand dürfe für ihn seinen Audi fahren, außer er sitze selbst daneben. Seine Frau nenne ihn einen Autonarren, aber das mache ihm nichts aus.

Präteritum Konjunktiv.

Die schwachen Verben weisen im Präteritum K. gemeinsame Formen mit dem Präteritum Indikativ auf. Vgl. Diesmal spielte Nora die Titelrolle. (Präteritum Indikativ). Wenn doch morgen Nora die Titelrolle spielte! (Präteritum Konjunktiv)

Die starken Verben bilden ihre Formen: a) vom Präteritumstamm des Indikativs; b) mit dem Konjunktivsuffix -e; c) die Wurzelvokale a, o, u erhalten den Umlaut; d) in der 1. und 3. Person fehlen die Personalendungen.

Vgl. Wenn der Sportler doch schneller liefe (führe, ritte)!

Die Präterito–Präsentia bilden die Präteritform mit dem Umlaut außer „wollen“ und „sollen“.

Vgl. Du solltest(müsstest) besser aufpassen, sonst könnte es zu einem Unfall kommen, was natürlich nicht passieren dürfte, wenn man heil und gesund zu Hause ankommen möchte.

Die unregelmäßigen Verben bilden ihre Präteritformen vom Präteritum Indikativ:



sein – war – wäre haben – hatte – hätte

werden – wurde – würde gehen – ging – ginge

stehen – stand – stände (stünde) tun – tat – täte

bringen – brachte –brächte denken – dachte –dächte
Vgl. Man ginge nach Hause zu Fuß, aber es ist ziemlich weit.

Die Verben mit dem geschichtlichen Umlaut behalten diesen Umlaut im Präteritum Konjunktiv:



Nennen -nennte, brennen - brennte, kennen - kennte, rennen - rennte, senden - sendete, wenden - wendete.

Vgl. Wenn doch die Touristen den Waldweg besser kennten! Wenn du bloß nicht wie ein Wiesel durch die Stadt renntest!


Der Konjunktiv der zusammengesetzten Tempora.

  1. Im Perfekt, Futurum l, 2 stehen die Hilfsverben im Präsens
    Konjunktiv. Vgl. Man behauptet, er habe promoviert (er werde
    bald promovieren; er werde mit 30 Jahren schon promoviert
    haben).

  2. Das Plusquamperfekt Konjunktiv wird mit dem Präteritum
    Konjunktiv der Hilfsverben gebildet. Vgl. Fast wäre der ganze
    Berg ins Rutschen gekommen.

  3. Beachten Sie die Besonderheit bei der Bildung des Perfekts und
    Plusquamperfekts Konjunktiv von den Präteritito-Präsentia. Vgl.
    Die Verunglückte behauptet, sie habe sich vor dem wütenden Hund kaum retten können. Man hätte die Tickets längst besorgen
    sollen.

  4. Die „würde- Form. Das ist eine besondere Form im System der
    Tempora des Konjunktivs. Man nennt sie den Konditionalis l und
    den Konditionalis 2. Sie wird aus dem Präteritum Konjunktiv des
    Verbs „werden“ und dem Infinitiv l oder 2 des Vollverbs gebildet:
    lesen - er würde lesen(Kl), er würde gelesen haben(K 2). Der
    Konditionalis l kann für das Präsens, Präteritum und Futurum l
    gebraucht werden. Der Konditionalis 2 ersetzt manchmal das Plusquamperfekt Konjunktiv.

Vgl. Er nähme deine Worte nicht ernst, aber die Kollegen spotten über ihn. Bessere Variante: Er würde deine Worte nicht ernst nehmen, aber...

Die Formen des Präteritums Konjunktiv können durch die „würde- Form aus folgenden Gründen ersetzt werden(so: G. Helbig, W. Rug,

A. Tomascewski): a) wenn die Verbalformen in der aktuellen
Gebrauchssprache als veraltet empfunden werden. Vgl. schwimmen -
schwämme, frieren-fröre, fliegen —flöge, bieten — böte u. a. m.
; b)
wenn das Verständnis des Präteritums Konjunktiv wegen gleicher
Lautung mit anderen Formen erschwert wird. Vgl. fliehen -flöhe - die
Flöhe, nähme - nehme, läse - lese u. a.; c)wenn die Formen des
Präteritums Indikativ mit den Konjunktivformen übereinstimmen, z. B. bei den schwachen Verben.

5. Die Formen des Konjunktiv Passiv werden von der


Konjunktivform des Hilfsverbs „werden" in der entsprechenden
kategorialen Form und dem Partizip 2 eines Vollverbs gebildet:
Präsens Passiv K. – Man behauptet, das Haus werde abgetragen.
Präteritum Passiv K. – - "- , das Haus würde abgetragen.

Perfekt Passiv K. – - "-, , das Haus sei abgetragen



worden.

Plusquamperfekt


Passiv K. -"- , das Haus wäre abgetragen

worden. '

Futurum l Passiv K. -"- , das Haus werde abgetragen



werden.
Futurum 2 Passiv K. -"- , das Haus werde abgetragen

worden sein.

Konditionalis l Passiv -"- , das Haus würde abgetragen



werden.

Konditionalis 2 Passiv -"- , das Haus würde abgetragen



worden sein.

Der Bildung nach werden präsentische und präteritale Zeitformen des Konjunktivs unterschieden. Zu den präsentischen Zeitformen gehören: das Präsens K., das Perfekt K. und das Futurum 1. Diese Gruppe der Zeitformen des Konjunktivs nennt man den Konjunktiv l. Zu den präteritalen zählt man: das Präteritum K., das Plusquamperfekt K. und den Konditionalis l und 2. Sie werden als der Konjunktiv 2 bezeichnet.



Aufgabe zur Selbstkontrolle: Nennen Sie die Unterschiede bei der Bildung der Konjunktivformen im Vergleich zu den Indikativformen. Schematisieren Sie Ihre Schlussfolgerungen im Heft.

Temporale (zeitliche) und modale Bedeutungen des Konjunktivs

Lesen Sie das folgende Schema und beantworten Sie folgende Fragen:



  1. Gibt es Unterschiede in den zeitlichen Bedeutungen der Zeitformen des Indikativs und des Konjunktivs?

  2. Wie viel und welche Zeitstufen unterscheidet man im Anwendungsbereich des Indikativs? Und des Konjunktivs?

  3. Welche temporalen Bedeutungen haben das Präsens K., das Präteritum K.?

  4. Kann die „reine" Zukunft durch die Zeitformen des Konjunktivs ausgedrückt werden?



INDIKATIV

KONJUNKTIV

Zeitstufen

Zeitformen

Zeitstufen

Zeitformen

1. Gegenwart

Präsens

1. Nichtvergangenheit

Präsens

Präteritum

Konditionalis 1


2. Zukunft

Futurum 1, F 2

3. Vergangenheit

Präteritum

Perfekt


Plusquamperfekt

(seltener)



2. Vergangenheit

Plusquamperfekt

Konditionalis 2



Die Zeitformen des Konjunktivs wie die Zeitformen des Indikativs -können absolut und relativ gebraucht werden. Im selbständigen Satz ist ihr Gebrauch absolut. Die gebrauchten Zeitformen bezeichnen dann eine Zeitstufe (Vergangenheit oder Nichtvergangenheit). Im selbständigen Satz sind 5 Zeitformen des Konjunktivs gebräuchlich: das Präsens, das Präteritum, das Plusquamperfekt, der Konditionalis l und 2. Die anderen Zeitformen des Konjunktivs (das Perfekt, das Futurum l, 2) kommen im absoluten Gebrauch nicht vor (vgl. Perfekt und Futur l Indikativ). Absolut ist der Gebrauch außerdem im Hauptsatz eines Satzgefüges und in manchen Nebensätzen, zwar in irrealen Konditional- und Konzessivsätzen, negativen Konsekutiv- und Modalsätzen (auch in manchen Typen der Attribut-, Subjekt- und Prädikativsätze).

Relativ können alle Zeitformen des Konjunktivs verwendet werden(außer Futur 2 und Konditionalis 2). Die gebrauchten Zeitformen bezeichnen dann eines der drei Zeitverhältnisse: Gleichzeitigkeit, Vorzeitigkeit oder Nachzeitigkeit. Der relative Gebrauch der Zeitformen des Konjunktivs kommt nur in Gliedsätzen (Nebensätzen) vor und zwar in: Objektsätzen mit indirekter Rede, irrealen komparativen Modalsätzen, komparativen Attributsätzen (auch in manchen Typen der Subjekt- und Prädikativsätze).

8. Wenn die zeitlichen Bedeutungen des Konjunktivs im Vergleich zum Indikativ zahlenmäßig geringer sind, so erscheinen dagegen die modalen Bedeutungen des Konjunktivs viel mannigfaltiger. Der Indikativ drückt eine reale Tatsache aus. Die modalen Bedeutungen des Konjunktivs weisen einen stark ausgedrückten hypothetischen Charakter auf:



  • erfüllbare Bitte (Man schicke das Paket postlagernd ab);

  • Wunsch (Wenn ich schwimmen könnte!);

  • Aufforderung (Er gebe das Buch noch heute zurück!);

  • Möglichkeit (In zwei Wochen könnte ich euch besuchen);

  • Annahme (Das Dreieck ABC sei dem Dreieck DEF gleich) u. a. Näher werden die temporalen und modalen Bedeutungen des Konjunktivs in entsprechenden Teilen des Buches betrachtet.

KONJUGATION DER VERBEN IM KONJUNKTIV
ÜBUNGSTEIL

ÜBUNG 1. Können Sie schon die Zeitformen des Konjunktivs vonein­ander unterscheiden? Prüfen Sie sich selbst an den gegebenen Beispielen.

l. „Mensch, Kurt", rief Hannes, „das war schon gekonnt, wie du dich da hast herausfallen lassen, einfach Klasse war das. Dem sein dummes Gesicht hätte man fotografieren müssen“.

„Und ich dachte erst, er hätte dich wirklich herausgeschossen“, sagte Olaf unter Lachen.

Auch Kurt konnte sich nicht mehr beherrschen, er prustete los: „Und wisst ihr, was das schönste war, er hat sich abgequält und hat gar nicht gemerkt, dass ich die Bremsen angezogen hatte, der hätte schieben können, bis er schwarz geworden wäre.“ (Max von der Grün)



  1. „Na, wie habe ich das gemacht?“ rief Theo triumphierend, als erwarte
    er von jedem ein Sonderlob. „Schlecht“, antwortete Kurt, „tot könntest
    du jetzt sein. Das war verrückt“. (Ebenda)

  2. Sie setzte sich in einen Stuhl, um damit anzudeuten, dass sie erst
    wieder aufstehen würde, wenn er ihr Auskunft gegeben hatte. (Ebenda)

  3. Frank wusste nicht, was er darauf hätte sagen können. (Ebenda)

  4. „Wenn wir nur nachts wegkönnten von zu Hause“, sagte Peter, „dann wäre alles wieder leichter“. (Ebenda)

6. Es regnete, sie hätten sowieso nicht im Freien spielen können.
(Ebenda)

7. Hannes hätte mit zu Mittag essen dürfen, aber er lief doch nach


Hause, weil er Krach befürchtete. (Ebenda).

ÜBUNG 2.

A. Der Indikativ kann in fremder Mitteilung durch den Konjunktiv ersetzt werden. Also gebrauchen Sie in den Nebensätzen des nachfolgenden Textes statt Präsens Indikativ Präsens Konjunktiv.

Meine Mutter schreibt mir: sie fühlt sich recht wohl im neuen Haus; sie kann sich aber noch nicht an die Grossen Räume gewöhnen; Vater hat beim Einrichten recht viel zu tun; mein kleiner Bruder rennt oft kopfüber die Treppen hinunter, das macht ihm ein Grosses Vergnügen; Mutter hat nur Angst, er bricht sich einmal den Hals.

B. Außerdem ist in dieser Funktion das Präteritum Konjunktiv dem Präsens Konjunktiv synonym. Wie wird nun der oben angegebene Text mit dem Präteritum Konjunktiv aussehen?

C. Nehmen Sie im folgenden Text das verkehrte Verfahren vor (Präsens für das Präteritum Konjunktiv).

Mein Freund behauptet, er stände gut im Fach Deutsch; er hätte nur „sehr gut“ im Sprechen; er könnte schon ganz fließend reden; er arbeitete viel im Sprachlabor; er kennte auch schon mehrere Werke der deutschen Schriftsteller, weil er an einem literarischen Seminar teilnähme.



ÜBUNG 3. Gebrauchen Sie in dem angegebenen Text (in Nebensätzen) für den Indikativ die entsprechenden Zeitformen des Konjunktivs.

Die Cousine teilte mir im Telefongespräch mit: in einer Woche wird sie auf Urlaub gehen; sie fährt ans Meer; ihre Bekannten aus Sotschi haben sie eingeladen; sie fliegt mit dem Flugzeug; in diesem Fall ist man schnell an Ort und Stelle; sie wird den ganzen Urlaub am Meer verbringen; sie muss noch schnell einige Vorbereitungen für die Reise treffen; sie freut sich sehr auf ihren Urlaub.



ÜBUNG 4. Die indirekte Rede „duldet" alle Zeitformen des Konjunk­tivs, wie Sie bereits gesehen haben. Verwenden Sie nun die Verben in den Nebensätzen in allen möglichen 7 Zeitformen des Konjunktivs.

  1. Es wird gemeldet, in dieser Gegend schlägt das Wetter oft um.

  2. Der Lehrer bedauert, man liest zu viele Krimis.

  3. Die Grünen melden, jedes Jahr sterben mehrere Tierarten aus.

  4. Mein Freund schreibt, seit Wochen kann er mich telefonisch nicht
    erreichen.

  5. Man berichtet, der Sportler will sich revanchieren.

ÜBUNG 5. Das Passiv ist zwar weniger gebräuchlich (besonders im gesprochenen Deutsch), ist aber aus dem System der Sprache nicht wegzudenken. Ihre Aufgabe ist, Passiv Konjunktiv für Passiv Indikativ zu gebrauchen.

Im Museum erzählte der Fremdenführer: die Stadt wird immer mehr ausgebaut; das älteste Stadtviertel wird rekonstruiert; ein schönes Gebäude der Oper wird errichtet; eine Uferpromenade, wird in Aussicht gestellt; Blumenbeete werden auf Plätzen und in Strassen angelegt; zum Jubiläum wird die Stadt mit Lampions und neuer Reklame geschmückt.



ÜBUNG 6. Wie wäre es nun mit dem Gebrauch der Zeitformen des Konjunktivs in Mikrokontexten? (Nach dem Muster)

M. Hat N. wirklich ein neues Auto gekauft? - Man behauptet,...- Ich bin nicht sicher (weiß es nicht genau, zweifle), aber man behauptet, N. habe sich ein neues, schickes Auto gekauft.

M. Ist die Mauer wirklich in wenigen Tagen abgetragen worden? - Die Zeitungen melden,... - Das weiß ich nicht, aber die Zeitungen melden, die Mauer sei in wenigen Tagen abgetragen worden.


  1. Kann sich diese Familie schon ein Eigenheim leisten? - Ihre
    Nachbarin hat uns erzählt,...

  2. Seit wann sind Trolleybusse im Stadtverkehr? - In der Stadtchronik
    wird angegeben,...

  3. Wie teuer ist so ein Eisschrank? - Mein Kollege behauptet,...

  4. Wann wird in diesem Cafe geöffnet? - Moment, der Kellner sagt,...

  5. Wann ist die Telefonleitung unterbrochen worden? - Der Pförtner glaubt,...

  6. Hat man den Verunglückten wirklich nicht helfen können? – Es wird gemunkelt,...

  7. Kann aus dieser Situation kein Ausweg gefunden werden? - Die
    Wissenschaftler meinen,....

ÜBUNG 7. Jetzt noch einmal: Konjunktiv für den Indikativ in allen Nebensätzen des Textes.

Der Vater schreibt, er ist nun Rentner; er hat viele Jahre im selben Betrieb gearbeitet, deshalb schätzt man sein berufliches Können; er ist deshalb engagiert worden, auch weiter seine Arbeitsstelle zu bekleiden; Vater will sich einige Wochen erholen und dann in den Betrieb zurückkehren; er ist es nicht gewohnt, die Hände in den Schoss zu legen; er hat schon immer sein Bestes geleistet, um seinem Betrieb voran zu helfen.



ÜBUNG 8. Stellen Sie einen analogen Brief an einen Freund(Ihre El­tern, Verwandte) auf. Lassen Sie Ihre Kommilitonen die Aufgabe erfüllen. Bewerten Sie ihre Arbeit.

DER ABSOLUTE GEBRAUCH DES KONJUNKTIVS IM SELBSTÄNDIGEN SATZ. PRÄSENTISCHE ZEITFORMEN

(DAS PRÄSENS KONJUNKTIV)

I. Absolute zeitliche Bedeutung (Zeitstufe): Nichtvergangenheit


(beständig).

II. Modale Bedeutungen (veränderlich):



  1. Optative Bedeutung (Bedeutung eines erfüllbaren Wunsches)
    (meist in Losungen): Es werde Licht! Möge Gott dir gnädig sein!

  2. Imperative Bedeutung:

  1. Bedeutung eines Befehls an die dritte Person (ein vermittelter Befehl):
    Student Müller komme sofort! (Aber: Student Müller, kommen Sie
    sofort!)

  2. Bedeutung einer Anordnung, Vorschrift (oft in Rezepten): Man putze
    die Zähne vor dem Schlafengehen.
    Man nehme Medizin nur nach der Vorschrift des Arztes ein.

  3. Bedeutung der Annahme: Das Dreieck ABC sei gleichwinklig. Der Zug fahre mit der Geschwindigkeit 60 km pro Stunde.

  4. Bedeutung der Einräumung:

Wie dem auch sei, die Arbeit ist erledigt.

Den Leuten soll geholfen werden, koste es, was es wolle.

Es sei betont, dass ein Zufall das Problem gelöst hat.

ÜBUNGSTEIL

ÜBUNG l. Übersetzen Sie die folgenden Sätze, beachten Sie dabei die Wiedergabe des Präsens Konjunktiv ins Russische. Vergleichen Sie

die Satzstrukturen in beiden Sprachen:



  1. Man beachte folgende Anmerkung.

  2. Hier seien noch einige Namen erwähnt.

  3. Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.

  4. Er komme nicht später als um drei Uhr.

  5. Möge sich jeder daran erinnern.

  6. Es bleibe nun alles so, wie es war.

  7. Man empfehle vor allem folgende Methode.

  8. Es sei erwähnt, dass ein anderes Ergebnis erwartet wurde.

  9. Man stelle sich nur vor, was daraus folgen kann.

  10. Man nehme für diese Suppe Rind - oder Schweinefleisch.

  11. Hier sei auch daran erinnert.

  12. Der Winkel ABC sei 50 Grad gleich.



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